blogkade
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein

Dez
25

<Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht?> Jes. 43, 19a

Die Losung für das Jahr 2007. Am Anfang des Jahres habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Ich wollte nicht, dass etwas Neues kommt und erkennen wollte ich es schon zweimal nicht. Altes, Vergangenes zu halten, dass war es was ich wollte.

<Ich will ein Neues schaffen> Heißt das, etwas Altes muss zu Ende gehen?

Im Rückblick auf das fast vergangene Jahr, bemerke ich, dass mein 2007 viel mehr Neues mit sich gebracht hat, als ich im Laufe der Zeit überhaupt gesehen habe. Viele Dinge für die ich sehr dankbar bin.

Etwas Neues aufwachsen zu lassen, bedeutet oftmals sich von Vertrautem zu trennen und das wiederum kann sehr schmerzhaft sein. „Durch Kriesen wird man stark!“ sagte vor einigen Wochen jemand zu mir. So abgedroschen es vielleicht klingen mag, aber die ältere Dame hatte recht. Jede Kriese bringt die Chance, daran zu lernen und zu reifen! Ein Stück weit ist es eine Entscheidung… So tief sie auch sein mag, wenn ich will finde ich etwas um dankbar zu sein.

Bei mir waren es dies Jahr Beziehungen zu anderen Menschen, die eine ganz neue Dimension erfahren haben. Oder ein berufliche Umorientierung, die mir leicht gemacht wurde. Oder die Erkenntnis der Notwendigkeit nach seelsorgerlichem Beistand mit der aktiven Konsequenz und und und …

In meine Gedanken über das 2007 platzt die Losung für das Jahr 2008 aus Johannes 14, 19: <Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben.> Irgendwie bin ich mal wieder völlig überfahren. Diese Zusage ist für mich ein nahtloser Übergang in das Jahr 2008.

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Dez
08

Ein Lied, dass schon so manches Mal gesungen wurde. Nichts desto trotz hat es eine kindliche und doch wahnsinnig tiefe Art inne. Da steckt soviel drin… und dabei ist alles so schlicht.

„Möge die Straße uns zusammen führen,
und der Wind in deinem Rücken sein.
Sanft falle Regen auf deine Felder
und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.“

Die kleinen, einfachen Dinge stehen im Vordergrund. Lebenspraktisch und nüchtern. Und doch der tiefe Wunsch nach Gottes Schutz und Segen für den Anderen.

„Und bis wir uns wieder sehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.
Und bis wir uns wieder sehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.“

Ich bin immer wieder begeistert und bewegt von diesem Lied! Da bekomme ich Gänsehaut. Gerade wenn man es mit vielen anderen Menschen singt…

„Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,
liebe Kleidung und das täglich Brot.
Sei über vierzig Jahre im Himmel,
bevor der Teufel merkt du bist schon tot.“

Dez
03

Bei Welt-Online gibt es ein Bibelquiz: Hier kannst du dich und dein Bibelwissen testen

Dez
03

Gelesen bei Gott ist mit uns

Dem Bibelvers aus dem Thessalonicher auf der Spur. Besser: Auf der Suche nach dem Ursprung und dem Weg dort hin…

Teil 1 & Teil 2

Nov
28

Ich war vergangenen Samstag bei einem Referat mit und von Peter Hahne. Thema: „Werte in Zeiten des Ausbruchs und Umbruchs“.
Wer kennt Peter Hahne? Ich kannte ihn bisher nur aus der Flimmerkiste und von Buchcovern. Aber ich werde definitiv mal eins lesen; dieser Mann hat mich beeindruckt! Dass dieser Fernsehmoderator der ZDF durchaus intelligent und doch nüchtern bis bodenständig ist, wusste ich. Aber dass er zudem noch unheimlich viel Allgemeinwissen hat, einen ganz feinen Humor und einen riesigen Weitblick besitzt… Nicht nur weit, sondern vor allem breit! Ich habe leider zuwenig mitgeschrieben, aber die Gedanken, die mir geblieben sind, will ich in den Raum werfen (er hat viel zitiert, ich habe allerdings die Zitierten vergessen…):

„Können Sie mir eigentlich sagen, wo ich hin will?“
Zitat eines Komikers früherer Tage. Komik hin oder her; was steckt hinter dieser Frage?

„Die neue Sehnsucht, nach alten Werten.“
Er beschrieb, dass er immer wieder jungen Menschen begegnet die auf der Suche sind nach Werten. Er sagt: „Wir sind richtungslos! Einer muss vorangehen und die Richtung angeben, damit man sich dran reiben oder aus Überzeugung dahinterstellen kann!“

„Zukunft ist Herkunft!“
Erst wer die Vergangenheit verstanden hat, kann mit der Zukunft recht umgehen

„Wenn dir der folgenden Generation Hoffnung geben, eröffnen wir uns die Zukunft!“
Mal auf der Zunge zergehen lassen: was bedeutet dieser Satz!? Und: Was bedeutet er für mich ganz praktisch?

Nov
17

Ich war heute bei der Worshipnight in der Gemeinde auf dem Weg. Ein sehr interessanter Abend…
Eigentlich bin ich nicht wirklich charismatisch angehaucht, aber trotzdem habe ich mich mitschleifen lassen. Zu dritt, ab ins Auto und los…

Dort angekommen bin ich erstmal baff. Die Dimensionen dieses Gemeindehauses sind Wahnsinn; ein Saal für gefühlt knapp 5000 Menschen. Ich, als pietistisch großgewordener Christ, bin damit etwas überfordert. In der nicht weniger kleinen Eingangshalle treffe ich auf zwei, mir aus landeskirchlichen Kreisen bekannten Bekannte. Wir unterhalten uns ein wenig und so langsam naht der Konzertbeginn. Wir sitzen in der ersten Reihe.

Das Konzert beginnt und ich bin verhalten skeptisch. Scheinbar ist jeder der Anwesenden vom ersten Ton an voll im worshipnight„Ich reiße meine Hände in die Höhe“-Fieber. Ich nicht. Ich bleibe erst einmal sitzen und lese die projezierten Texte mit, denn die Lieder kenne ich zum größten Teil nicht. Aber ich will verstehen was gesungen wird.

So langsam geht was! Nach einer Umbaupause komme ich in Fahrt. Noel Richards ist an der Reihe und ich bekomme Bock abzugehen, mich in die Menge zu stürtzen und einfach zu feiern. Leider macht mein kaputtes Sprunggelenk mir einen Strich durch die Rechnung. Ich muss mich zurück halten und den Abend von meinem Platz aus verfolgen. Für meine empfindlichen Ohren ist es zwar sehr laut, aber der Sound ist gut. Ein Taschentuch schütz mich vor einem zweiten Klingeln im Ohr.

„Justice and mercy. One could not without the other! Justice by mercy…“ Gerechtigkeit und Gnade. Das eine geht nicht ohne das Andere. Gerecht durch Gnade… Dieser Satz von Noel Richards bleibt irgendwie bei mir hängen. Keine Ahnung, aber irgendwie hat er gerastet.

Das Konzert neigt sich dem Ende zu und wir haben alle das Gefühle, es hätte länger gehen können. Es ist zwar zu Ende, aber ich habe anschließend noch ein gutes Gespräch mit den beiden Freunden der Landeskirche. Wir unterhalten uns über eins meiner momentanen Lieblingsthemen: Seelsorge und der dringende Bedarf danach…! Scheinbar ist es nicht nur mein Steckenpferd und ich bin nicht der einzige (meiner Generation), der diesen dringenden Bedarf sieht. Na ja, so langsam klingt der Abend aus und wir sind wieder auf dem Nachhauseweg.

Fazit: Ein schöner Abend, mit viel lauter, guter Musik und tollen Gesprächen…

Nov
16

Kennt ihr das?

Früher als kleiner Bengel, hatte ich immer tierisch die Hosen voll, wenn ich in den Keller musste… Ich weiß nicht wovor ich Angst hatte; vielleicht war es die Dunkelheit oder einfach das allein-sein, ohne Rockzipfel, oder beides – keine Ahnung, ich weiß es nicht mehr. Aber ich weiß noch, dass wir im dritten Stock gewohnt haben und ich somit immer durchs komplette Haus musste. Wenn ich dabei eins gelernt habe, ist es: während dem rasant schnellen Treppen Ab- und Aufstieg, die gar fröhlichsten Melodien zu pfeifen. Und zurück in der Wohnung auf die Frage, warum man außer Atem sei und ob man den gerannt wäre, zu antworten: „Nee, nee, war alles kein Problem!“

Pfeifen vertreibt Ängste!?
Ich pfeife heute immer noch gern. Nicht immer, weil ich Angst habe oder ein Problem vor mir liegt. Sondern weil ich fröhlich bin und sein möchte.

Wenn es mal wieder dunkel wird im Leben und ich allein bin, beginne ich zu pfeifen: Ich suche die Stille, singe, genieße Augenblicke, quäle meine Gitarre, erfreue mich an einem guten Gespräch – ich pfeife.

Ich bin mir sicher, dass der, der von sich sagt: <Ich bin, der ich bin!>, es versteht…

Nov
14

Tja… Dass ist wohl das große Problem unserer Gesellschaft. Keine Zeit zu haben um vom Regen in die Traufe zu hetzen.

Warum sollte es mir anders gehen?

Ich komme leider viel zu selten zu dem, was mir Spaß macht und was ich für mich persönlich als wertvoll empfinde: bloggen! Für mich ist bloggen seit einiger Zeit Bestandteil meines Geistlichen Lebens. Ich kann, dass was mich den Tag über beschäftigt, schriftlich festhalten und es somit festigen bzw. weiterdenken.

Der zweite Punkt ist, dass ich es nicht für mich behalte. Es ist eine Möglichkeit anderen Leuten meine Gedanken und „Weltanschauungen“ mitzuteilen, mit ihnen zu diskutieren und sie im besten Falle zum nachdenken anzuregen…!?

Keiner kann ohne Korrektiv leben! Also, an dieser Stelle seid ihr herzlich eingeladen euren Senf zu den Produkten meiner Gehirnwindungen beizutragen…

…ich freu mich über jeden Kommentar
Gruß und Segen
der schreiberling

Nov
11

von Friedhelm Geiß
Inspektor des Gemeinschaftswerkes Berlin-Brandenburg

 

Zähle, wie viele „F“ in folgendem Text vorkommen:

FINISHED FILES ARE THE RESULT OF YEARS OF SCIENTIFIC STUDY COMBINED WITH THE EXPERIENCE OF YEARS.

Wie viele? Drei? Falsch, es sind sechs – kein Witz! Noch mal lesen! Die Lösung:… Das Gehirn kann „OF“ nicht verarbeiten. Deshalb sieht man zunächst nur die drei F. Wahnsinn, oder?

Über diesen kleinen Versuch lässt sich in verschiedenster Richtung nachdenken.

Wichtig: Was wir zunächst sehen oder meinen zu sehen, muss nicht der Wirklichkeit entsprechen. Es gibt vielleicht doch noch mehr, als das was ich meine zu sehen. Könnte das nicht auch ein Grund dafür sein, dass manche uns nicht verstehen, wenn wir von Gott reden? Manche Spurrillen des Denkens blenden bestimmte Bereiche einfach aus.

Und beim Hören ist es ebenso. Nur wer richtig hören kann, kann auch richtig leben. Wenn Menschen nicht mehr aufeinander hören können, reden sie aneinander vorbei. Wer nicht mehr hören kann, was Gott sagt, wird bald nichts mehr zu sagen haben. Hören im Sinne von wahr-nehmen. Das ist wesentlich mehr als nebenbei-hören, über-hören oder an-hören. Und genau da sind wir im Bibellesetext von heute: Jakobus 1,19: <Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.> Und zwei Verse weiter: <Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, sonst betrügt ihr euch selbst.>

Scheint ein Widerspruch zu sein. Vordergründig. Wer tiefer sieht, erkennt dass es hier einen wichtigen Zusammenhang gibt. Im Begriff Wort kommen beide Linien zusammen. Das Hören auf das Wort befähigt zur rechten Tat.

Das atl. Wort oder besser Begriff hebräisch „dabar“ = Wort. Die Grundbedeutung des Wortes ist „hinten sein und vorwärts treiben“. Das „Wort“ beinhaltet wesensmäßig die Tat. Wort und Tat können nicht getrennt werden. Es umfasst „Wort, Tat, Sache“, also gerade nicht eine nur ausgesprochene Buchstabenfolge, sondern eine „Tat-sache“. Das „Wort“ ist angelegt auf Antwort, Tat, Betroffenheit. Siehe 1. Jo. 1,6. Fehlt die Tat, wird es zum Lügenwort. Das „Nichtige, Nichts oder Nicht-Seiende“ ist dann das „Nicht-Wort“ (lo dabar). Lüge ist für den Hebräer nicht nur Unwahrheit, sondern ein innerer Zerfall und Zerrüttung des Wortes. Was kraftlos, leer ist, ist Lüge; eine <Quelle, die kein Wasser gibt, lügt> (Jes. 58,11). Lüge ist also nicht nur eine ausgesprochene Unwahrheit, sondern auch dann gegeben, wenn sich Wort und Tat nicht decken oder sich die Tat nicht aus dem Wort ergibt. Also aus dem, was ich gehört habe.

Praktisch: Ob mein Glaube lebendig ist, wird daran sichtbar, ob das Wort in meinem Leben sichtbar wird. In meinem Reden – in meinem Denken, in meinem handeln. Ist Deckungsgleichheit vorhanden? Oder heißt es „heute so – und morgen so!“ Die Betonung machts. Oder besser: Das Leben zeigts.

Aber wie wars bei Jesus selbst?

Als Jesus die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg, und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm und er lehrte sie:
Glückselig die Armen im Geiste, glückselig die Trauernden, glückselig
die Sanftmütigen, glückselig die nach der Gerechtigkeit hungern und
dürsten, glückselig die Barmherzigen, glückselig die reinen Herzens
sind, glückselig die Friedensstifter, glückselig die um Gerechtigkeit
willen Verfolgten, selig sind die Armen.
Darauf sagte Simon Petrus: „Müssen wir das alles lernen?“
Und Andreas sagte: „Müssen wir das alles aufschreiben?“
Und Jakobus sagte: „Schreiben wir darüber einen Test?“
Und Phillipus sagte: „Ich habe kein Papier.“
Und Judas sagte: „Wie viele Punkte gibt es dafür?“
Und Matthäus sagte: „Ich muss mal aufs Klo.“
Und Bartholomäus sagte: „Müssen wir das abgeben?“
Und Simon sagte: „Kann ich mal deinen Stift leihen?“
Und Judas Ischariot sagte: „Was hat das mit meinem Leben zu tun?“
Und der andere Jakobus sagte: „Was war das noch gleich?“
Und einer der nahestehenden Pharisäer fragte Jesus nach seinem
Lehrplan mit der Frage: „Was sind die affektiven und kognitiven
Lernziele dieser Stunde?“
Und Jesus weinte…

Nov
11

…einfach wär, könnte es jeder!

Welch eine Weisheit…! Aber irgendetwas scheint dran zu sein. Immer wieder konfrontiere ich andere mit diesem Spruch. „Wenn das Leben einfach wär, könnte es jeder!“ Ein Blick in unsere Gesellschaft reicht, um zu erkennen, dass wirklich etwas dran sein muss.

Tja, doch manchmal holt es einen selber ein… Immer wieder gibt es Stunden und Tage in denen auch ich Lust auf Herbstdepressionen bekomme. Sich mal wieder so richtig ankotzen lassen; mal wieder alles so richtig scheiße finden. Toll! Und wenn auch das nicht mehr hilft, werden völlig Unbeteiligte zum Sündenbock gemacht.

Unlängst bekam ich von einem Freund ein Email, deren letzter Satz war: „Schau auf Jesus!“ Ich finde es manchmal echt erschreckend, wie andere ein passendes Wort finden; und dass ohne zu wissen, was gerade in diesem Moment los ist. Das kommt nicht von ungefähr…!

Schau auf Jesus!

Dass war mehr als nur dahin gesagt. Dass war eine klare Ansage: „Komm aus der Hüfte und heb‘ deinen Blick auf: zu DEM!“

<Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mit Hilfe kommt.> …und im gleichen Atemzug… <Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.> (Psalm 121,1-2)
Einige Verse später singt der Psalmbeter weiter: <Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.>
Wenn ich mir diesen Satz mal auf der Zunge zergehen lasse: Ich komme unweigerlich zu dem Schluss, dass ich nur erbaut werden kann! Egal wie tief der Misthaufen ist, in dem ich stecke; wenn ich aller Erfahrungen zum Trotz auf Jesus schaue, wird er mich stark machen… Er mutet uns durchaus viel zu, aber immer nur soviel, wie wir in unserem kleinen Herbstdepressionsherzen ertragen können. Nie mehr!

Schau auf Jesus…